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Dämmung im Altbau

Dämmung im Altbau

  • Energiekosten sparen
  • Schimmelpilz vermeiden
  • Wohnkomfort verbessern


Besonders bei Altbauten geht viel Energie verloren über Außenwände, Dach und Kellerdecke. Deshalb ist eine gute Wärmedämmung die sinnvollste Maßnahme, den Energieverbrauch dauerhaft zu reduzieren und aktiven Klimaschutz zu betreiben. Worauf Sie achten müssen, um mit Wärmedämmung Heizkosten zu sparen und gleichzeitig Schimmelpilz zu vermeiden, darüber informiert Hanno Lang-Berens, Energieberater bei der Verbraucherzentrale Bayern.

Wärmedämmung erhöht den Wohnwert

Erhält ein Wohngebäude nachräglich eine gute Wärmedämmung , dann sind die bisher kalten Außenwände auf der Rauminnenseite vier bis acht Grad wärmer. Dies erhöht die Wohnbehaglichkeit und man fühlt die gleiche Raumwärme trotz niedriger Lufttemperatur. Eine außenseitige Wärmedämmung schützt zudem das Mauerwerk gegen eindringendes Regenwasser und gegen Frostschäden. Das Gebäude hält länger und bekommt eine bessere Einstufung beim neuen Energieausweis.
So entsteht Schimmelpilz an den Außenwänden

Pro Woche werden in einem 4-Personen-Haushalt ca. 100 Liter Wasser (halbe Badewanne voll) in Form von Wasserdampf an die Raumluft abgegeben. Diese Feuchtigkeit muss man nach draußen lüften, bevor sich Tauwasser an kalten Wänden bilden kann.

Das Problem: In Altbauten ohne Wärmedämmung wird im Bereich von Wärmebrücken und kalten Wandbereichen der sogenannte Taupunkt der Luft überschritten. Als Folge davon kondensiert die in der Raumluft gelöste Feuchtigkeit in Form kleiner Tröpfchen auf der kühlen Wandoberfläche. Dieser Vorgang ist zu vergleichen mit dem Beschlagen des Spielgels nach der morgendlichen Dusche. Eine feuchte Wandoberfläche in Kombination mit Wandfarbe oder Tapeten als Nahrungsbasis bietet ideale Bedingungen, dass Schimmelpilze explosionsartig wachsen. Um die Gefahr einer Schimmelbildung zu verringen, sollten daher die Türen zur Küche und zum Bad geschlossen bleiben. Feuchte Luft aus diesen Räumen lüftet man am besten direkt nach draußen. In Etagenwohnungen empfehlen sich absaugende Ventilatoren.

Darauf sollten Sie besonders achten:

Außenwanddämmung

 

Setzen Sie nur Produkte mit Ü-Zeichen oder CE-Zeichen ein. Wärmedämmungverbundsysteme müssen bauzugelassen sein. Deshalb dürfen Sie nicht Kleber, Putz und andere Materialien von verschiedenen Herstellern mischen. Anschlussstellen rund um die Fenster müssen fachgerecht ausgeführt werden., um längerfristige Schäden durch eindringendes Regenwasser zu vermeiden. Falls eine Erneuerung der Fenster die nächsten Jahre ansteht, ist es ratsam, die Fensterrahmen auf jeden Fall vor der Montage der Wärmedämmung zu erneuern. Die Dämmung der Rolllädenkästen und der Gurtdurchlässe darf dabei nicht vergessen werden. Lassen Sie sich unbedingt bei Eigenleistungen ausführlich beraten.

 

Dachdämmung

 

Eine Wärmedämmung von Außen auf den Sparren ist die effektivste Technik, weil Kältebrücken im Bereich der Dachsparren vermieden werden. Ausreichenden Schallschutz und sommerlichen Wärmeschutz gewährleisten nur Dämmstoffe mit hoher Wärmespeicherfähigkeit und hoher Masse wie zum Beispiel Holzfaserdämmstoffe. Ein unbedingtes Muss ist eine luftdichte Ausführung. Das gilt insbesondere im Bereich der Kamin- und Wandanschlüsse. Ebenso ist es wichtig, eine Dampfbremse auf der warmen Rauminnenseite einzubauen. Ist das Dachgeschoss nicht ausgebaut, so bietet sich eine kostengünstige Dämmung der obersten Geschossdecke an, die auch in Eigenregie zu realisieren ist. Bei einer feuchtigkeitsdurchlässigen Holzbalkendecke ist auf den Einbau einer Dampfsperre unterhalb der neuen Wärmedämmung zu achten.

 

Kellerdecke

 

Bei einem unbeheizten Keller bietet sich die Dämmung der Kellerdecke von unten her an. Werden leichte Materialien verwendet mit nicht zu hoher Dämmstoffstärke, kann man auf eine aufwendige Befestigung mit Dübeln verzichten. Ein Kleben reicht aus. Die Kellerdecke muss aber vorher von groben Unebenheiten befreit werden. Einen wasserlöslichen Pulverkleber streicht man mit einer Zahnspachtel auf die Dämmplatten. Bis zum Trocknen des Klebers empfiehlt es sich, die Dämmplatten mittels Pfosten abzustützen. Bei feuchten Kellern muss zuerst ein Fachmann die Ursache ermitteln.In dem Ratgeber "Wärmedämmung" der Verbraucherzentralen können Sie sich über die Materialeigenschaften verschiedener Dämmstoffe und deren Verarbeitung informieren.


www.verbraucherzentrale-bayern.de. / tz-Ratgeber, Dienstag, 9.Janaur 2007